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Bechsteinfledermaus – die Rarität

Die Bechsteinfledermaus ist nicht nur in der Schweiz eine der seltensten Arten, sie gilt gesamteuropäisch als sehr schutzwürdig und steht auf der Roten Liste. Sie kommt nur in kleinen Gruppen vor und ist sehr standorttreu. Die Bechsteinfledermaus gilt als typische Waldfledermaus. Sie lebt in naturnahen feuchten Eichen-Buchenwäldern und jagt in grossen, alten Eichenbäumen. Sie ist sehr manövrierfähig und ist in der Lage, ihre schlafende Beute von den Blättern und der Rinde abzulesen. Ebenso jagt sie auch Laufkäfer auf dem offenen Waldboden. Es muss allerdings bereits stockdunkel sein, damit sie ihr Tagesschlaf-Quartier verlässt um im nahen Umkreis und bis max. wenige km entfernt zu jagen.

Bechsteinfledermäuse sind in ihren Kolonien eng miteinander verwandt. Pro Jahr gebären sie ein Jungtier. Schützt Eichen! Bechsteinfledermäuse sind in hohem Masse auf Eichen als „Futterbäume“ angewiesen. Sie können bei uns nur vom Aussterben bewahrt werden, wenn wir ihren nötigen Quartier- und Jagdraum erhalten und schützen.

Sie ernähren sich von ruhenden Insekten, Steinläufern, Spinnen und Raupen

Steckbrief:

Spannweite                                25– 28 cm

Körperlänge ohne Schwanz   4,5 – 5,5 cm

Gewicht                                       12 – 23 g

 

Mittelgrosse, kräftige Fledermausart mit auffällig langen Ohren.

 

Vorkommen im Thurgau:

In Bischofszell gibt es einen der ganz wenigen, nachgewiesenen Wochenstuben-Wälder.

Text Franziska Heeb